Mahmoud muss in Ravensburg bleiben

Mahmoud bleibt in Ravensburg

Mahmoud lebt seit drei Jahren mit Duldung in Deutschland. Er kommt aus dem
Norden des Gazastreifens. In Oberschwaben ist Mahmoud sicher. Er hat gearbeitet, Freund*innen gewonnen,
spielt in Ravensburg beim TSV Ravensburg e. V. Fußball und unterstützt die jüngeren Brüder seiner Freundin. Während seine Familie in Nordgaza Hunger,
Vertreibung, Bombardierungen und den Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung erlebt, droht ihm nun ein
Dublin‑Transfer nach Griechenland.

Mach Druck: Mahmoud muss in Ravensburg bleiben.


Abschiebung stoppen – Petition unterschreiben

Mahmoud
Foto von Mahmoud

Was Mahmoud erlebt hat

Wie jeder Mensch, der in Gaza geboren und aufgewachsen ist, hat Mahmoud israelische Gewalt, Vertreibung und schwere Verletzungen überlebt.

Mit 7 Jahren musste Mahmoud sich zusammen mit seiner Mama im Keller vor israelischen Panzern verstecken. Israelische Bagger begannen, das Haus rechtswidrig abzureißen – ohne vorherige Warnung, ohne Begründung. Hilfe kam erst, als die israelischen Soldat*innen abzogen. Stundenlang saß er mit seiner Mama voller Angst unter den Trümmern seines Zuhauses.

Über die Jahre wurde das Zuhause der Familie in Nordgaza im Laufe seines Lebens 3 Mal durch Abrisse und durch Beschuss zerstört.

Mit 16 Jahren geriet er nach der Schule mit Freunden unter Panzerbeschuss. Eine Panzergranate explodierte in unmittelbarer Nähe; Splitter trafen die Jugendlichen. Ein Mitschüler starb. Mahmoud wurde schwer verletzt und musste zu Fuß zum Krankenhaus gehen, weil Rettungswagen während der israelischen Invasionen oft kaum durchkamen. Der behandelnde Arzt hielt sein Überleben für kaum möglich. Mahmoud — als 16-jähriger — hat es trotz allem alleine geschafft.

Mahmoud wollte leben. Fußball spielen. Nicht mit Angst schlafen, nicht in Gefahr aufwachen. Sein Ziel war, im Ausland zu arbeiten und seine arme Familie finanziell zu unterstützen. Also riskierte er die Flucht über das Mittelmeer. In Griechenland hielt man ihn fest und zwang ihn, seine Fingerabdrücke abzugeben. Nach einem Monat ließ man ihn am Tor eines unsicheren Flüchtlingslagers stehen. Einfach so, ohne Schutz, ohne Geld, Obdachlos, ohne Perspektive. Dort wurde er gezwungen, schwarz zu arbeiten, ohne jede Sicherheit, ohne Rechte. Genau das erwartet Deutschland jetzt auch von ihm; und von allen Geflüchteten, die nach Griechenland abgeschoben werden sollen: Ausbeutung statt Schutz!.

Unsere Forderungen für Mahmoud

  • Deutschland muss Mahmouds Verfahren hier führen: kein Dublin-Transfer nach Griechenland.
  • Mahmouds Aufenthalt sichern: Verein, soziales Umfeld und seine Verantwortung erhalten.
  • Humanitäre Härte anerkennen: Mahmouds Familie in Nordgaza lebt unter Hunger, Vertreibung, Bombardierungen und ohne medizinische Versorgung.
  • Schutz statt Abschiebung: sofortige Aussetzung aufenthaltsbeendender Maßnahmen.

Unsere Forderungen für alle Geflüchteten

  • Kein Mensch ist illegal.
  • Keine Abschiebung in Krieg, Verfolgung oder staatliche Gewalt: niemand darf in Länder zurückgeschickt werden, in denen Folter, Verschwindenlassen, politische Verfolgung oder andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit drohen.
  • Leben hier anerkennen: wer in Deutschland bereits Teil der Gesellschaft ist, hier Verantwortung trägt oder arbeiten will, darf nicht aus seinem Leben gerissen werden.
  • Keine Duldung von Kriegspolitik: Deutschland und internationale Akteure müssen sich klar gegen israelische Aggression, Besatzung, Annexion und dauerhafte Kontrolle stellen.

So kannst du helfen

  • Unterschreibe die Petition und teile sie mit anderen. Zur Petition
  • Melde dich für unseren Newsletter an, um informiert zu bleiben.
  • Komm zu unseren Aktionen und tritt mit Mahmouds Freund*innen in Kontakt.

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